Prosa zur Weihnacht

vom Piefe-Hännes Uhubaumfest a.U. 137

Vor Weihnachten – das ist bekannt
übt    man Gedichte im ganzen Land.
Aus Kindermund hör ich es gern,
die eigne Jugend ist so fern.
Die Worte heilig , wundersam,
dass das der Kleine so schön kann.
Er spricht so klar, so rein, so brav
es reimt der Hirte sich auf Schaf.
Die Botschaft, die wird wieder wahr
ist Weihnachten nicht wunderbar.

Dem Christkindlein ist bitterkalt,
Was spielt es auch so lang im Wald,
Von drauß‘ vom Walde kommt ’s jetzt her,
man hört es schon es atmet schwer.
Und Markt und Straßen sind verlassen,
was rennst denn du noch durch die Gassen.
Die Herzen sind voll Seligkeit
und keine Sau ist weit und breit.

Die Fenster leuchten voller Glimmer,
der Baum brennt schon, oh welcher Schimmer,
die Kinder Augen leuchten hell.
Den Eimer Wasser her, mach schnell.
Und oben singt der Engelchor
Er singt sehr laut, es schallt im Ohr.
Der Bratenduft zieht durch das Haus,
mein Gott, die Gans muss endlich raus.
Nun hört man auch ein heimlich Raunen,
die Burgfrau kriegt jetzt ihre Launen,
sie öffnet kurz den lieben Mund:
Jetzt wird’s nun endlich mir zu bunt,
statt auf dem Sofa rumzuhängen,
soll’n frohe Lieder nun erklängen
und Weihnachtsglocken hell und klar
du weißt doch wie im letzten Jahr,
dazu der Englein frohe Lieder
mit Halleluja immer wieder.
Dann wird der Hännes auserkoren,
Er singt : Menschen, die ihr ward verloren!
Nun wird es froh in jedem Herzen,
so kann man Weihnachten verschmerzen.

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